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GT vom 28.8.10
A-Team
Altenmittlau holt Reschke, Stuhl von Henning Huth wackelt
Turbulenzen in Freigericht: Somborns Sebastian Franz vor Einstieg beim SV Neuses
(az). Ab heute sind’s noch vier Tage bis zum 31. August, dann müssen im Fußballkreis Gelnhausen die letzten Spielerwechsel über die Bühne gegangen sein. Wer jetzt noch wechseln will und bereits in dieser Saison gespielt hat, muss bei seinem neuen Vereinen einen Amateurvertrag unterschreiben. Und es rumort gewaltig bei den Vereinen, vor allem im Freigericht.
Der SV09 Somborn will unbedingt Platz im Kader schaffen, um noch weitere Spieler verpflichten zu können. Und auch der SV Altenmittlau sucht nach dem mehr als durchwachsenen Saisonstart dringend Verstärkungen.
Fakt ist bislang: Marco Reschke verlässt den Gruppenligisten Somborn und wechselt zum Kreisoberligisten Altenmittlau. „Am Sonntag wird er noch nicht spielen, ab nächster Woche aber auf jeden Fall“, bestätigte gestern Ralf Wolff, Sportlicher Leiter des SVA. Der Mittelfeldspieler war bereits im Sommer von den Altenmittlauern umworben worden. Sieben Jahre spielte Reschke in Somborn, war zwischenzeitlich sogar Trainer. Jetzt soll er vom Verein gedrängt worden sein, sich eine neue Herausforderung zu suchen. Gleiches gilt für Sebastian Franz. Der Stürmer verhandelte bereits mit zahlreichen Klubs im Fußballkreis, inzwischen soll er sich für den SV Neuses entschieden haben. Dort spielt bereits sein Bruder Timo. Sollte der Transfer tatsächlich klappen, müsste Aufsteiger Neuses endgültig zu den Titelfavoriten in der Kreisliga A gezählt werden.
Ob es in Somborn bei den Abgängen von Reschke und Franz bleibt, wird sich an diesem Wochenende klären. Wie das GT erfuhr, sollen nach Fehmi Koc noch weitere Ex-Spieler vom SSV Lindheim auf dem Wunschzettel des SV09 stehen. Der ehemalige Sportliche Leiter Bernd Fernau, inzwischen wieder in Somborn aktiv, hat hier wohl alte Kontakte aufgefrischt. „Fakt ist bisher nur, dass wir mit der ganzen Situation nicht zufrieden sind. Deshalb stehen jetzt möglicherweise noch Veränderungen an“, wollte sich Somborns Sportlicher Michael Reuther an Spekulationen aber nicht beteiligen.
Die gibt es unterdessen auch in Altenmittlau. Nach dem blamablen Auftritt in Wittgenborn und der Niederlage gegen neun Gegenspieler krachte es am Donnerstagabend. „Ja, es gab eine Krisensitzung, in der Vorstand, Trainer und Spieler ihre Meinung gesagt haben. In der Hoffnung, dass jetzt Besserung eintritt“, so Trainer Henning Huth, dessen Stuhl beim SVA nach GT-Informationen aber inzwischen gewaltig wackelt. Gestern schien noch nicht einmal klar, ob der derzeit verletzte Spielertrainer am Sonntag gegen Pfaffenhausen überhaupt noch auf der Bank sitzt.
Sicher scheint: Gewinnt die Mannschaft dieses Spiel nicht, muss Huth wohl gehen. Altenmittlau wurde vor der Saison als Topfavorit gehandelt und hatte sich auch selbst als Ziel einen Platz ganz weit vorne in der Tabelle gesteckt. Nach den Niederlagen in Bieber, Roth und jetzt Wittgenborn sind die Freigerichter zwar noch Fünfter, der Abstand zu Spitzenreiter Bad Orb ist aber schon beträchtlich. In der Krisensitzung am Donnerstagabend soll es von Vorstandsseite auch heftige Kritik am Trainer gegeben haben. Huth wiederum habe seine Spieler in die Verantwortung genommen.
Sollte es jetzt aber weitere Niederlagen geben, werden die Verantwortlichen des SV Altenmittlau nach GT-Informationen auf der Trainerbank eine Veränderung vornehmen.
GT vom 28.8.10
B-Team
Kreisliga A: Hailer siegt 5:3
SV09 Somborn II - FSV Hailer 3:5
Freigericht (lh). Der FSV Hailer hat sich dank des vierten Saisonsieges in der Fußball-Kreisliga A erst einmal auf Rang drei der Tabelle nach vorne gearbeitet.
Nach einer überzeugenden Leistung gewannen die Gelb-Schwarzen gestern mit 5:3 (3:0) bei Somborn II. Vor der Pause hatten die Freigerichter optisch ein Übergewicht - leisteten sich aber immer wieder individuelle Fehler und das bestraften die Bedrunka-Schützlinge gnadenlos. Shabani (17.) und Rack (28. und 30.) sorgten so für eine beruhigende 3:0-Pausenführung für Hailer.
Nach dem Wechsel ließen die Gäste nichts mehr anbrennen, hatten die Partie jederzeit im Griff. Zwar gelang Stadelmann per Foulelfmeter der Anschlusstreffer (64.), aber nur zwei Minuten später stellte Rack mit seinem dritten Treffer den alten Abstand wieder her (66.). Shabani (68./FE) legte erneut nur zwei Minuten später gar den fünften Hailerer Treffer nach - die Partie war endgültig entschieden. Somborn II gelang in der Schlussphase wenigstens noch etwas Ergebniskosmetik, wobei der Treffer Mendoza zum 3:5-Endstand das schönste Tor des Spiels war, traf der Somborner doch aus 25 Metern genau in den Winkel.
SR: Machnik (Niederrodenbach).
Z.: 50.
Gelb-Rot: Martin (S/90.).
Beste: Schneider, Mendoza (S) - Bedrunka, Bünther, Rack (H).
Tore: 0:1 (17.) Shabani, 0:2 (28.) und 0:3 (30.) Rack, 1:3 (64./FE) Stadelmann, 1:4 (66.) Rack, 1:5 (68./FE) Shabani, 2:5 (70./FE) Nana, 3:5 (82.) Mendoza.
GT vom 27.8.10
B-Team
A-Liga: Hailer will hinten dicht machen
Heute, 19 Uhr Somborn II - Hailer
GT-Prognose: 1
Freigericht (fs). Der SV09 Somborn II und der FSV Hailer treffen sich heute Abend in der Fußball-Kreisliga A Gelnhausen zum Verfolgerduell.
Beide Teams haben bislang neun Punkte auf dem Konto, dem Sieger des Spiels winkt der Sprung auf Platz drei. Kleiner Vorteil für die Somborner Reserve: Die erste Mannschaft der Freigerichter (Gruppenliga) ist am Wochenende spielfrei, weshalb B-Teamcoach Alexander Sommer auf Unterstützung aus dem A-Kader hoffen kann. Ungeachtet dessen fordert Sommer Wiedergutmachung für die 1:4-Niederlage in Großenhausen. „Ich erwarte vollen Einsatz und einen Heimsieg“, so Sommer, der auf Angel und Daniel San Jose, Schwarz, Caner und Philipp Meier verzichten muss.
„Wenn es nach mir geht, gewinnen wir in Somborn“, schmunzelt Hailers Coach Bessim Bedrunka, wohl wissend, dass eine schwere Aufgabe auf sein Team wartet. Mit Hetterich, Goodridge und Jakob haben die Gelb-Schwarzen drei Ausfälle zu verkraften. „Wir wollen hinten dicht machen und schnell nach vorne spielen“, nennt Bedrunka seine Erfolgsformel.
GT vom 26.8.10
A-Team
Routinier Fehmi Koc soll das Mittelfeld des SV09 Somborn beleben
Gruppenliga: Seref Zangir ist kein Thema beim Jessl-Team - Hoffen auf weiteren Stürmer
Freigericht (fs). „Nein, bei uns ist noch keine Panik ausgebrochen“, sagt Michael Reuther, Sportlicher Leiter des Fußball-Gruppenligisten SV09 Somborn, im Zusammenhang mit der kurzfristigen Verpflichtung des 38-jährigen Mittelfeldspielers Fehmi Koc. Der ehemalige Oberliga-Akteur des SV Bernbach, bis zum Ende der vergangenen Saison für den Gruppenliga-Absteiger SSV Lindheim aktiv, schnürte am Sonntag beim 2:2 in Dörnigheim überraschend erstmals die Schuhe für den katastrophal in die Runde gestarteten Freigericht-Verein. Erst am Freitagmittag - also auf den letzten Drücker - erledigte der SV Somborn die letzten Wechselformalitäten beim Hessischen Fußball-Verband. „Fehmi bringt Ruhe ins Spiel, ist ballsicher und redet auf dem Platz mit seinen Mitspielern“, nennt Michael Reuther die Vorzüge seines Neuzugangs. „Unser Mittelfeld war bisher zu leblos, zudem sind einige Spieler völlig außer Form“, erläutert Reuther.
Und Koc führte sich gut ein, indem er den Somborner Führungstreffer durch Sama vorbereitete und überdies ein paar weitere gute Bälle spielte. „Das Spiel lief zwar manchmal auch an ihm vorbei, doch mit jeder Trainingseinheit wird das besser werden“, glaubt Reuther. Nichts dran sei hingegen an dem Gerücht, dass auch Kocs Kumpel Seref Zangir bald seine Zelte beim SV09 Somborn aufschlagen wird. Zangir ist nach seinem Ausscheiden als Spielertrainer des SSV Lindheim ohne Verein. „Es könnte sein, dass wir noch einen Stürmer verpflichten, wenn wir einen guten Mann finden sollten“, erklärt Michael Reuther, dass für Zangir keine Plan-Stelle in der Elf von Trainer Reinhold Jessl frei ist.
Den schwachen Saisonstart mag Reuther derweil gar nicht schön reden. „Unsere junge Mannschaft konnte bisher leider nicht an die guten Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen.“ Ständige Ausfälle schlagen den Verantwortlichen des Tabellendritten der vorigen Runde aufs Gemüt. Die Verletzung von Sebastian Jessl stellte sich als langwierige Geschichte heraus, mit Enzo Carrozza, Marjus Seubert, Christopher Weitzel und Ricardo Del Grosso fehlten in Dörnigheim vier weitere Stammkräfte. Tobias Wörner wird ab November womöglich wieder als Skilehrer in Österreich tätig sein. Reuther: „Wir werden die Ansprüche zurückschrauben und müssen sehen, dass wir erst einmal Punkte holen.“ In der Offensive wird darauf gehofft, dass den Stürmern nicht so häufig die Nerven vor dem Tor versagen wie zuletzt. Fehmi Koc soll als erfahrener Helfer für die jungen Akteure seinen Teil zum baldigen Aufschwung beitragen. Obgleich sich der Techniker gegen Dörnigheim auf dem Feld die eine oder andere Ruhepause gönnte, ist er nach Ansicht des Sportlichen Leiters körperlich topfit. Reuther: „Wir waren gezwungen, personell was zu tun, da wir die vielen Ausfälle nur schwer kompensieren können. Da interessiert es nicht, dass wir nun den Altersdurchschnitt anheben.“




















